

Die neuen Arbeiten auf Papier von Thomas Kemper vereinigen Techniken aus unterschiedlichen Werkphasen der letzten 15 Jahre. In breiten, expressiv gesetzten Pinselstrichen befindet sich in einer zweiten Ebene eine Negativzeichnung. Durch das Überlagern mehrerer Schichten verdichtet sich der Bildraum zu einer komplexen Struktur mit vielfältigem Assoziationspotential.

In (nicht nur) fotografischen Arbeiten zielt Klaus Küster (*1941) auf die Kontextualisierung von Realität, Bild und Abbild. Neben der Kamera-Fotografie arbeitet er an Chemiegrafien, Fotogrammen und lumino-plastischen Reliefs. Die Ausstellung zeigt u.a. Aufnahmen historischer Gemälde (hier ein im 19. Jahrhundert entstandenes Portrait von Simon Meister), die über die Gestaltung von Licht und Schatten auf das besondere Verhältnis von Ölfarbe und Leinwand verweisen. Gleichzeitig wird der ursprüngliche Gehalt der Malerei auf eine neue, vielschichtigere Wahrnehmungsebene überführt.