Björn Achilles

Björn Achilles - Kackfleischkack
Vernissage: Do. 15.09.11, 19:30 Uhr
16.09.-15.12.2011

Mit seinen Environments als totale Umgebung geht Achilles einen ureigenen Weg. Dieser ist prozesshaft und solitär. Am Anfang seiner Kunst steht die Zeichnung, aus der heraus sich ein ganzer Mikro-Kosmos der Psyche, in einem All-over von totaler Umgebung entwickelt. Die zuvor dekonstruktierten Materialien und Objekte aus der nächsten Konsum- und Warenwelt, wie auch der Welt der Werbung, werden in ihren sehr fragilen Elementen nun wieder unorthodox zusammen gebracht. Aus ausgewaschenen Blättern und Folien, die teils mit Zeichnungen versehen sind, zertrümmerten und behämmerten Autoglasscheiben, deren Bindefolien die Risse und Fragmente der vormals intakten Scheiben sichern, werden von Achilles in eine neue Form verwandelt. Autoreifen, Toaster und Äxte werden zu Objekten transformiert, die beschwörend wirken. Eine autobiografische Welt der Psyche, die uns alle angeht und die wir verdrängt haben, wird hier subtil, teils kraftvoll und dennoch leise an die Oberfläche gezerrt. Wurden in früheren Arbeiten ganze Räume von blinkenden Leuchtstoffröhrenvorhängen ausgepeischt, die Videoplakate zum Schwitzen brachten und unzählige Künstler-Hefte in den Tränen seiner ehemaligen Geliebten auf seinem Arbeitsplatz ausgewaschen, so geht der Künstler nun einen Weg der Wandlung, dem Wiederbau im Lichtsalz. Über das Licht, zu den feuchten Tränen, in die Auflösung des immer wiederkehrenden künstlich Realen, gelangt er zu einer unerträglichen Transparenz, die sogleich zerfällt, um diese Transformation zu beschwören. Einfach Menschachilles im Selbstportrait seiner Oma, die sich selbst überarbeitet hat, ist ein wahres Reliktum, das intensiver nicht in einem westafrikanischen Schein eines Jou-Jou-Mannes seine auratische Kraft entfalten könnte.


Transferiert in den westlichen Kulturraum entstehen so Popmythologische Figuren und gäbe es Kräfte, die Paten im Geiste gestanden hätten, dann müssten diese von Gerhard Richter abstrakt, Thomas Hirschhorn materiell, Richard Prinz reproduktiv sowie Felix G. Torres physisch gesendet worden sein.

 

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Gosbert Adler Brot

Gosbert Adler - Brot
Vernissage: Do. 07. April, 19:30 Uhr
08.04.-16.07.2011

Die Ausstellung zeigt autobiografische Fotografien der 80er Jahre, mit denen Gosbert Adler bereits am Ende seiner Studienzeit an der Folkwang Hochschule das erste Stipendium für zeitgenössische deutsche Fotografie der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung (1982) erhielt. Diese Arbeiten werden nun in einer neuen Edition präsentiert.

 

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Thomas Kemper - Neue Arbeiten
Vernissage: Sa. 22. Januar, 15 Uhr
23.01. - 01.04.11